Person:Gad

Der Stamm Gad

* Hebräisch: גָּד (*Gad*).

  • Bedeutung: Wörtlich übersetzt bedeutet der Name „Glück“, „gute Fügung“ oder auch „eine Schar / Truppe“.

Gad (hebräisch: גָּד, „Glück“ oder „eine Schar/Truppe“) war der siebte Sohn Jakobs und der erste Sohn von Silpa, der Magd Leas. Er ist der Stammvater des Stammes Gad.

Etymologie und Geburt

Als Gad geboren wurde, rief Lea voller Freude über den Zuwachs aus, dass nun das Glück (oder eine ganze Schar von Söhnen) gekommen sei:

1. Mose 30, 11 (Luther 1912) Da sprach Lea: Rüstig! Und nannte ihn Gad.

*(Anmerkung: In manchen Revisionen der Lutherbibel wird „Rüstig!“ auch mit „Glück her!“ übersetzt.)*

Der Segen Jakobs: Der Sieger über die Räuber

Im prophetischen Segen Jakobs wird Gad als jemand beschrieben, der zwar angegriffen wird, aber am Ende den Sieg davonträgt:

1. Mose 49, 19 (Luther 1912) Gad wird gedrängt werden von einer Schar, er aber wird sie drängen auf der Ferse.

Symbolik & Typologie

* Der bedrängte Überwinder: Jakobs prophetischer Segen lautet: *„Gad – eine Kriegsschar wird ihn bedrängen, er aber bedrängt sie auf der Ferse.“* (1Mo 49,19).

  • Kampf an den Grenzen: Das Stammesgebiet von Gad lag östlich des Jordans im Grenzgebiet. Der Stamm war ständigen Angriffen von Nachbarvölkern ausgesetzt, entwickelte dadurch jedoch eine enorme Kriegerstärke und Widerstandskraft.
  • Sieg nach Bedrängnis: Typologisch steht Gad für den Gläubigen, der in dieser Welt oft von Feinden bedrängt wird, aber durch den Glauben an Christus am Ende den Sieg davonträgt und den Feind überwältigt.

In der theologischen Deutung und Symbolik steht Gad für:

  • Der Überwinder: Gad symbolisiert den christlichen Kampf – man mag bedrängt werden, aber durch den Glauben behält man das Feld.
  • Einsatzbereitschaft: Die Gaditer galten als tapfere Helden, deren Angesicht wie Löwen war (1. Chronik/12/9).
  • Zahlenmystik: Als siebter Sohn Jakobs trägt er die Energie der 7 (Vollkommenheit/Ruhe nach dem Kampf) in sich.

Geografische Lage

Das Gebiet von Gad gehörte zu den Stämmen, die ihr Erbe im Ostjordanland erhielten. Es war ein weites Weideland, ideal für Viehzucht, aber auch eine exponierte Grenzlage, die ständige Wachsamkeit erforderte.

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